Vorsaetze-zum-JahreswechselDa bin ich also. Es ist 2015 und sitze mit meinem Laptop auf dem Schoß da und tippe.
Der perfekte Tagesbeginn. Eine Tasse Kaffee neben mir, die Aussicht in den Garten zur rechten. Drei Meter vor mir der Tannenbaum, immer noch immer hübsch geschmückt, langsam aber nicht mehr so wahnsinnig frisch. Und dann fällt mir ein: Ich habe mir in der Nacht von Vorgestern auf Gestern ja nichts vorgenommen! Also für das Jahr 2015, meine ich. Ob das ein gutes Zeichen ist?

Nun ja, ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem ich mir nichts vorgenommen hatte. Mal wollte ich mich gesünder ernähren, mal war es mehr Bewegung, die ich mir auf den Zettel geschrieben hatte. Einmal habe ich mir vorgenommen, bei einem Firmenlauf mitzumachen. 10 Km am Stück. Habe auch alles geschafft. Vorsätze sind gut, denke ich. Oder etwa nicht?

Ich sehe mir meine Kaffeetasse an, sie ist leer, der Kaffee war lecker. Ich stehe auf, gehe rüber in die Küche und hole Nachschub. Noch vor der Kaffeemaschine nehme ich einen Schluck. Was hat sich verändert für mich?

Und dann begreife ich, gehe zurück zur Couch, nehme meinen Laptop hoch, hieve ihn mir auf den Schoß und schreibe weiter.

Dieses junge Jahr wird ein gutes Jahr werden. Und wisst ihr warum?

Nun ja, ich habe mich in 2014 für etwas entschieden, was keine halbe Sache mehr ist. Ich schreibe, in Vollzeit (sofern es mit einem kleinen Kind wirklich Vollzeit geht) und ich nehme mir keine Projekte mehr vor, sondern plane sie. Ganz konkret. Es ist wunderbar, genau zu wissen, was als nächstes ansteht und den Kopf genau deswegen für anderes frei zu haben. Die Ideen dürfen kommen, aber sie müssen nicht!

Und noch etwas: Mein Mann und ich haben uns aus München raus aufs Land getraut. Unserer Tochter zuliebe. Dachten wir. Seit einem halben Jahr leben und arbeiten wir unter einem Dach mitten in der Pampa, mitten in Deutschland. Keine halben Sachen mehr. Nicht, dass es nun keinen Stress mehr gibt. Das stimmt nicht.

Aber: die halben Sachen, die verschwinden langsam. Und das ist doch ein Vorsatz, der wunderbar ist!

In diesem Sinne: Willkommen in einem guten Jahr, ihr Lieben!

<3 Johanna

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4 Kommentare zu Die Sache mit den Vorsätzen

  1. Leschen
    7. Januar 2015 at 16:25

    Danke, liebe Johanna für deine Worte, mir geht es ähnlich. Keine Vorsätze nur der Wunsch, eher das Ziel, Dieses Jahres zu etwas Besonderem zu machen.
    Loszulassen und neue oder vor vielen Jahren verlassene Wege zu beschreiten. Dass mit dem Planen bekomme ich auch noch hin. ;0)

    Antworten
    • Johanna Wasser
      8. Januar 2015 at 12:55

      .. und das mit dem Umsetzen sicher auch, liebe Simone! Da bin ich mir sicher! Drueck dich!

      Antworten
  2. Flavia
    8. Januar 2015 at 5:55

    Hallo Johanna
    Ich habe ebenfalls keinen richtigen Vorsatz. Zwar habe ich doch vor, mehr zu schreiben, aber es bringt mir nichts wenn ich versuche mich dazu zu „zwingen“ obwohl ich auch andersweitig viel zu tun habe. Deshalb möchte ich einfach darauf achten, mehr Zeit für mich zu nehmen und vielleicht auch besser einzuteilen und ich denke dadurch werde ich automatisch mehr zum schreiben kommen. 🙂
    Liebe Grüße Flavia

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